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KI-Qualitätscheck: Fakten, Stil und Compliance

KI-Qualitätscheck: Fakten, Stil und Compliance

Die AI Crew (mit dem AI Studio) hilft dir, schnell zu guten Texten zu kommen. Bevor ein KI-Text aber veröffentlicht wird, solltest du ihn kurz prüfen. Das dauert meist nur 1–3 Minuten, verhindert aber die typischen Fehler: falsche Fakten, unklare Aussagen oder ein Ton, der nicht zur Brand passt.

Dieser Check ist besonders wichtig, weil KI Texte überzeugend formulieren kann, auch wenn einzelne Details nicht stimmen. Deshalb gilt: KI schreibt, du verantwortest.

Wenn du die AI Crew erst grundsätzlich einordnen willst (Einsatzbereiche und Grenzen), starte hier: AI Crew: Überblick (Cleo, Nova & weitere).


1) Kontext-Check (Onboarding → weniger „generisch“)

Je sauberer Ziele, Zielgruppen und Ton im Onboarding gepflegt sind, desto seltener musst du später im Qualitätscheck starke Verallgemeinerungen oder „zu glatte“ Aussagen entschärfen. Als Beispiel siehe: AI Crew im Onboarding: Ziele erfassen und Inhalte verbessern.


2) Fakten-Check (schnell, aber konsequent)

Prüfe alles, was „konkret“ ist:

  • Zahlen, Preise, Rabatte, Zeitangaben
  • Namen, Links, Produktdetails
  • Aussagen wie „immer“, „nie“, „garantiert“, „beste“

Wenn Fakten fehlen, ersetze sie durch neutrale Formulierungen:

  • statt „20 % mehr Reichweite“ → „kann Reichweite verbessern“

3) Claims vermeiden (und sauber formulieren)

KI-Texte rutschen manchmal in Marketing-Superlative.

Achte auf:

  • absolute Aussagen („100 %“, „garantiert“, „perfekt“)
  • zu starke Versprechen („funktioniert immer“)

Besser:

  • „in vielen Fällen“, „typischerweise“, „kann helfen“

4) Tonalität & Brand Voice

Frage dich:

  • Klingt das nach euch?
  • Passt die Tonalität zur Plattform?
  • Ist es klar, direkt und ohne Buzzwords?

Typische KI-Anzeichen:

  • zu generisch
  • viele Füllwörter
  • zu glatte „Werbesprache"

Wenn du dafür Leitplanken brauchst, ist das die passende Seite: Brand Voice mit KI: Tonalität & Styleguide.


5) Struktur & Lesbarkeit

Auch ein guter Text kann schlecht performen, wenn er schwer zu scannen ist.

Prüfe:

  • Ist die Hook klar?
  • Gibt es kurze Absätze oder Bulletpoints?
  • Ist der CTA eindeutig?

6) Plattform-Fit

Je Plattform gelten andere Erwartungen.

Kurzcheck:

  • TikTok: kurz, direkt, schneller Einstieg
  • Instagram: klarer Nutzen, Save-Potenzial, gut scannbar
  • YouTube: Kontext, Struktur, Watchtime/Hook
  • Facebook: dialog-orientiert, Frage an die Community

7) Rechtliches & Compliance (im Zweifel konservativ)

Je nach Branche/Team-Regeln kann das variieren. Allgemein:

  • keine irreführenden Versprechen
  • keine sensiblen Daten oder internen Infos
  • bei Kooperationen/Werbung: korrekt kennzeichnen

⚠️ Hinweis: KI ersetzt keine rechtliche Prüfung. Wenn ihr feste Compliance-Regeln habt, ergänzt sie am besten als Team-Standard.

Wenn es bei euch eher um Daten als um Formulierungen geht (was darf in Prompts, was nicht?), passt dazu: Datennutzung & Datenschutz bei KI.


8) Sensible Themen

Bei sensiblen Themen (z. B. Gesundheit, Politik, Krisen) gilt:

  • besonders vorsichtig formulieren
  • keine Spekulationen
  • lieber einmal mehr Review/Freigabe einholen

Wenn ihr im Team arbeitet, hilft eine klare Verantwortlichkeit (wer prüft was?) – siehe: KI + Freigabeprozess: Zusammenarbeit im Team.


9) Finaler 30-Sekunden-Check

Bevor du speicherst oder in Freigabe gehst:

  • 1 Satz: Was ist die Kernaussage?
  • 1 Satz: Was sollen Leser als Nächstes tun (CTA)?
  • Passt Ton und Länge?

Best Practice: Wenn du etwas am Text nicht sofort belegen oder erklären kannst, ist es wahrscheinlich zu stark formuliert. Dann lieber neutraler machen.


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